Stiftung im Austausch mit Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr

Vorstände Andrea Weidemann und Stefan Guhl sprechen mit Schrambergs Ober­bürgermeisterin über Bauvorhaben, Energie­versorgung, Bürokratie­abbau und die Sicherung sozialer Dasein­svorsorge.

Die Vorstände der Stiftung St. Franziskus, Andrea Weidemann und Stefan Guhl, haben sich am Dienstag, 30. Juni 2026, mit Schrambergs Ober­bürgermeisterin Dorothee Eisenlohr zu einem Austausch über die künftige Entwicklung des Standorts Heiligenbronn getroffen. Im Gespräch wurde deutlich, wie eng bauliche Vorhaben, Energie­versorgung, Stadt­entwicklung und die Sicherung sozialer Daseins­vorsorge miteinander verbunden sind.

Im Mittelpunkt stand der geplante Neubau eines Schul- und Taubblindenzentrums in Heiligenbronn. Das Projekt ist mit einem Gesamt­investitions­volumen von über 36 Millionen Euro geplant und zählt zu den bedeutenden Zukunfts­vorhaben der Stiftung St. Franziskus am Standort. Entstehen soll ein modernes Schul- und Taubblinden­zentrum, das zusätzliche Plätze schafft und spezialisierte Fach­angebote für Kinder und Jugendliche mit Sinnes- und Mehrfach­behinderungen weiter ausbaut. Bildung, Förderung und Teilhabe sollen dabei ganzheitlich gedacht und durch innovative pädagogische Konzepte räumlich wie fachlich unterstützt werden. Der Neubau ist damit ein wichtiger Baustein, um die hohe fachliche Qualität und die besondere Expertise Heiligenbronns langfristig zu sichern und weiter­zuentwickeln.

„Heiligenbronn ist für die Stiftung St. Franziskus ein zentraler und historisch gewachsener Standort. Damit wir auch künftig gute Bildungs-, Wohn-, Förder- und Betreuungs­angebote machen können, brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, tragfähige Infrastruktur und eine enge Abstimmung mit der Stadt“, betonten Andrea Weidemann und Stefan Guhl.

Mit dem Neubau und weiteren baulichen Entwicklungen rückt auch die Frage einer zukunftsfähigen Energieversorgung stärker in den Fokus. Die bestehenden Einrichtungen mit Schule, Wohnen, Werkstatt und Betreuungsangeboten sowie die geplanten Erweiterungen stellen hohe Anforderungen an Versorgungs­sicherheit, Wirtschaft­lichkeit und Nach­haltigkeit. Für die Stiftung ist daher entscheidend, Energiefragen frühzeitig und standortübergreifend mitzudenken. Dazu gehören die Wärme­versorgung ebenso wie mögliche Synergien zwischen bestehenden und neuen Gebäuden sowie langfristig tragfähige Lösungen, die ökologische Verantwortung und finanzielle Planbarkeit miteinander verbinden. Gerade angesichts steigender Energie­anforderungen und wachsender Investitions­kosten braucht es Konzepte, die soziale Infrastruktur zuverlässig absichern und zugleich den Weg in eine nachhaltigere Zukunft unterstützen.

Diese Fragen reichen über einzelne Bauprojekte hinaus und betreffen die Entwicklung Heiligenbronns insgesamt. So wurden auch die Planungen rund um das neue Baugebiet Hausteile 2 und die damit verbundene neue Straßen­führung im Zusammen­hang mit der Weiter­entwicklung des Standorts betrachtet. Für die Stiftung ist dabei wichtig, dass die besonderen Bedarfe der Menschen, die im Sozialraum leben, lernen, arbeiten oder begleitet werden, von Anfang an berücksichtigt werden. Barrierefreiheit, sichere Wege, gute Erreich­barkeit und eine verlässliche Verkehrs­führung sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass Teilhabe im Alltag gelingen kann. Stiftung und Stadt wollen deshalb im engen Austausch bleiben, um die weiteren Entwicklungen am Standort gut aufeinander abzustimmen.

Der Austausch machte zugleich deutlich, dass soziale Infrastruktur nur dann verlässlich gestaltet werden kann, wenn auch die politischen und administrativen Rahmen­bedingungen stimmen. Andrea Weidemann, Stefan Guhl und Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr sprachen deshalb auch über die Notwendig­keit, büro­kratische Verfahren im Zusammen­spiel von Bund, Land und Kommunen zu verein­fachen. Die stetig wachsenden Anforderungen stellen soziale Träger ebenso wie Kommunen vor große Heraus­forderungen. Vor dem Hinter­grund der angespannten Finanzlage vieler Kommunen brauche es Reformen, die Verfahren beschleunigen, Entscheidungs­wege erleichtern und vorhandene Ressourcen stärker auf die Versorgung der Menschen ausrichten.

„Die Sicherung der Daseins­vorsorge ist eine gemeinsame Aufgabe. Sie gelingt nur, wenn soziale Träger, Stadt, Land und Bund gut zusammen­arbeiten und die Rahmen­bedingungen so gestaltet werden, dass Hilfe, Bildung und Teilhabe auch in Zukunft verlässlich möglich bleiben“, so die Vorstände der Stiftung St. Franziskus.

Oberbürger­meisterin Dorothee Eisenlohr würdigte im Gespräch die Bedeutung der Stiftung St. Franziskus für Heiligenbronn und die Gesamtstadt Schramberg. Der Austausch habe gezeigt, wie eng Fragen der sozialen Infrastruktur, der Stadt­entwicklung, der Energie­versorgung und der kommunalen Handlungs­fähigkeit miteinander verbunden seien.

Von links: Stefan Guhl, Vorstand der Stiftung St. Franziskus, Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Andrea Weidemann, Vorständin der Stiftung St. Franziskus, am Standort Heiligenbronn.
Von links: Stefan Guhl, Vorstand der Stiftung St. Franziskus, Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Andrea Weidemann, Vorständin der Stiftung St. Franziskus, am Standort Heiligenbronn.
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